microHAM Interface

Beim Betrieb von Sound Interfaces ist zu beachten, dass es hier einen Hardware Stack und einen Software Stack gibt. Der WARC setzt auf microHAM Interfaces. Diese gibt es in verschiedenste Ausführungen. Die Interfaces bieten viel mehr Funktionalität, als hier benötigt wird, dadurch lohnt sich so ein Investment allemal.

Sound Interface

(microHAM USB Interface III und microHAM DXP)

Aktueller Stand der Technik ist jedoch nicht ein Hardware TNC. Vielmehr sollte zukünftig auf Software gesetzt werden. Um diese Software nutzen zu können, braucht man natürlich ein Interface. Diese sind aber nicht wie bei den TNC’s auf eine Anwendung gebunden. TNC’s können Packet 1k2 und 9k6. Die Interfaces haben mehrere Funktionen. Dazu zählen nicht nur eine Galvanische Trennung, Low Noise Sound Blaster, CAT Control. Diese Sound Interfaces können de facto jede Betriebsart betreiben, für die ein Software Modem existiert. Das USB Interface III ist eine 16bit Sound Karte, das bedeutet, dass circa 3600Hz Bandbreite zur Verfügung stehen. Das ist für Wide VARA FM und 9k6 FSK G3RUH Packet zu wenig. Narrow VARA FM und 1k2, 2k4 und 4k8 AFSK AX.25 Packet funktionieren. Das DXP ist eine 24bit Sound Karte. Hier stehen circa 20kHz Bandbreite zur Verfügung. Das ist mehr, als jede Betriebsart auch nur annähernd technisch benötigt.

Diese Sound Interfaces haben eine extrem gute Qualität, made in EU. Sound Interfaces + Software TNC sind meist auch schneller als Hardware TNC’s. Und für VARA FM benötigt man so ein Modem. Technisch gehen auch Signalinks, RigBlaster oder die interne Soundkarten. AC97 Sound Blaster sollten vermieden werden, wegen eines hohen Rauschanteils. Sehr gut funktionieren Create Labs Sound Blaster Live! und Audigy FX. Mit interne Soundkarten verliert man aber die galvanische Trennung.

Für den Betrieb dieser Interfaces wird folgende Software benötigt.

Packet Radio

Für Packet Radio wird das UZ7HO Sound Modem benötigt. Die Screenshots zeigen die Konfiguration dieses Modems mit Winlink Express. Dieses Programm startet mit startet automatisch mit Winlink.

Winlink Express:

RMS Packet Konfig wird durch Textfiles gemacht. Diese sind relativ gut angepasst, vom Werk her, und sollten genommen werden.

TX Delay:
Gibt an wie lange die „Präambel“ sein soll, bevor Daten gesendet werden. (WIchtig, damit die Gegenstation alles empfängt). Früher waren im Packet Radfio 400ms normal. Hier kommt es auf das zusammenspiel von TRX und TNC zusammen. Schnelle RX/TX Wechsel sind wichtig. Sollte der TRX dies nicht schaffen, muss der Wert erhöht werden. Moderne TRX können 200ms ohen Probleme. Daten TRX schaffen 100ms. Aber am Nebelstein läuft ein FT-7900. Deswegen bitte nicht unter 200ms gehen.

Max. Packet Length:
Gibt die Packetgröße an, welche übermittelt werden soll. Bei einer guten Verbindung kann man auf 255 hoch gehen, aber es wird kaum was am Durchsatz ändern. Bei dem TNC-X ist dieser Wert in der Firmware hinterlegt und kann nicht geändert werden.

Max. Frames:
Gibt an wie viele Pakete in der oben konfigurierten Größe gesendet werden. Dies ist wichtig, da bei einem zu hohen Wert hier die alten TNC’s der Speicher ausgeht. Die Folge davon: Retries!

Max. Retries:
Gibt an wie oft ein Retry eines Packets versucht werden soll. Hoher Wert erhöht die Stabilität bei Fehlkonfigurationen, aber auch den Frustlevel beim Fehlersuchen. Eigentlich kommen selten mehr als 2 Retries pro Paket zusammen. Wenn man 3-4 Retries hat bei einer 100kb Datei ist es viel. Wenn man mehr hat, sollte man das ganze mal Analysieren. Wichtig: Dieser Wert bezieht sich auf das Retry pro Paket, nicht auf den Gesamtwert in der Übertragung!

Transmit Level:
Passt den Transmit Level (in mV) an damit das Signal nicht übersteuert. Dies können nicht alles TNC’s. Ein AFSK Signal ist dann richtig eingestellt, wenn man es deutlich hört, aber das Busy LED des TRX NICHT an geht. Dies gilt für normale TRX. Daten TRX ausgenommen! SCS Tracker haben eine Boot Option, welche anhand der LED’s den Transmit Level des gegenüber messen und ausgeben od dieser zu hoch oder zu niedrig ist. Aber bitte beachtet, dass der Transmit Level bei AFSK nicht so wichtig ist, wie bei FSK.

UZ7HO Sound Modem:

VARA FM

Für Vara FM wird wie oben ein weiteres Sound Modem benötigt. Dieses Programm startet mit startet automatisch mit Winlink.

Winlink Express:

VARA FM Sound Modem:

Wichtig, unbedingt immer bei jeder Änderung einen Auto Tune Vorgang starten, und die Empfehlungen folgen. SN sollte niemals unter 25 dB fallen.

PTT Steuerung erfolgt via COM. Technisch ist meist auch VOX möglich, ist aber nicht so schnell. CAT sollte nicht benutzt werden, da Winlink Express bei VARA FM und Packet keine CAT Control unterstützt.

Downloads:
microHAM USB Router: microHAM Homepage
UZ7HO Sound Modem: UZ7HO Personal Homepage
VARA FM Sound Modem: ROS Modem Homepage